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Brandenburg: 3825 Windräder. Berlin: 5 Windräder
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Klimaphobie
2019-11-04 16:30:00 UTC
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Stadt, Land, Frust
Brandenburg: 3825 Windräder. Berlin: 5 Windräder
Habt Euch nicht so, die paar Windräder! Das sagen Städter
gerne zu Landbewohnern. Sie selber aber tragen die Be-
lastungen der Energiewende kein bisschen mit. Unsere
Autorin ist von Windmühlen umzingelt – und davon genervt.
(.....)
Bis heute steht im Stadtgebiet von Berlin gerade mal fünf
Windräder, von Biogasanlagen oder riesigen Solarfeldern,
die wir Landbewohner ja auch noch sehen müssen, mal ganz
zu schweigen. In Berlin ist auch der Strom billiger, und
man wohnt am liebsten zur Miete.

Nur 15 Prozent der Wohnungen in der deutschen Hauptstadt
sind im privaten Eigenbesitz, das ist ein Minusrekord.
Dabei ist auch das Motto der Großstadtmieter längst
das der Wagenburg. Neue Wohnungen bauen? Not in my
backyard, nicht in meinem Hinterhof, und schon gar
nicht auf unserem geliebten Tempelhofer Feld.

Eigentlich ist das genau dasselbe Verhalten, wie es den
Leuten auf dem Land vorgeworfen wird, mit einem kleinen
Unterschied: Dem Landbewohner gehört das Haus, auf das
nun das Windrad seinen Schatten wirft, meistens. Er hat
also nicht nur eine empfindliche Wertminderung zu ver-
kraften, sondern ist im schlechtesten Fall sogar gefangen
in seinerImmobilie, weil sie dann auch kein anderer kauft.

Gesellschaftliche Veränderungen zu fordern, die einen nicht
selber betreffen – das ist heutzutage leider ein beliebtes
Spiel.m Früher sagte mein Vater immer, wenn ich das Licht
ausschalten sollte, „Kerstin, der Strom kommt nicht aus
der Steckdose“.

In Berlin, denke ich mir manchmal, glauben das aber noch
immer viele. Apropos: Demnächst kommt vielleicht ein
neues Volksbegehren, über die Bebauung eines Rand-
streifens am Tempelhofer Feld. Vielleicht werden dann
ja auch endlich Solaranlagen und Windräder mitverhandelt?
#Den vielen Touristen, die dort flanieren, könnte eine
solche Attraktion doch gut gefallen.
(.....)
https://www.welt.de/vermischtes/article202792408/Kolumne-Stadt-Land-Frust-So-ungerecht-ist-die-Verteilung-der-Windraeder.html


Vor Wochen war ich in Berlin, auch in der Reichstags-
Kuppel. Beim Blick in den Tiergarten kam mir in den
Sinn, wie es wohl wäre, hier einen Windpark zu errichten.

Diejenigen, die immer nach mehr Windkraft schreien,
hätten dann tagtäglich vor Augen, was sie den
Menschen auf dem Lande zumuten.

Berliner sind es gewohnt alle Anstrengungen für ihren
Lebensstil auszulagern. Ob das nun Windräder, oder
Gelder aus spießigen Bundesländern (Bayern ..) sind.

Das ganze was die Grünen betreiben sind Milchmädchen-
rechnungen. Grüne werden wir auch nie da finden wo
(produktiv) gearbeitet wird. Das liegt ihnen nicht.

Und es sind nicht nur die Windkraftanlagen und der
Netzausbau, bei dem die Landbewohner einseitig die
Kosten GRÜNER Politik tragen lässt. Dieses lässt sich
auch in anderen Bereichen feststellen, wo Kosten durch
die Landbewohner getragen werden ohne hieran adäquat
teilhaben zu können, einige Beispiele:

Die Großstädte leisten sich einen ÖPNV, der mit Masse
durch Steuergelder finanziert wird - manche wollen ihn
sogar ganz durch den Staat bezahlen (Millia5rden-Finanz-
ausgleich aus Bayern) und damit für die linksgrünen
unproduktiven Stadtbewohner kostenlos machen.

Die Landbewohner finanzieren dieses zu hohem Masse
über Steuergelder mit, bei ihnen fährt aber NICHT im
10 - 15 min Takt der Bus oder die S-Bahn vor der Tür ab.
Ein solcher Nahverkehr ist für jedes Dorf in DE unbe-
zahlbar - dieses wissen die LINKSGRÜNEN auch - aber
ihre Klientel wohnt in der Stadt.

Ähnliches gilt für die Verteufelung des Individualver-
kehrs und dessen Verteuerung. In der Großstadt kann
man gut mit ÖPNV und Carsharing leben - nicht jedoch
auf dem Land. Auch hier tragen die Landbewohner ein-
seitig die Kosten OHNE entsprechende Ausweich-
möglichkeiten zu haben.

Das kann man sogar ein bisschen generalisieren:
*Saturierte Städter stimmen für eine Politik* ,
*deren Folgen andere ausbaden müssen*
Heimar Fadenrüssler
2019-11-04 18:22:58 UTC
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Post by Klimaphobie
Stadt, Land, Frust
Brandenburg: 3825 Windräder. Berlin: 5 Windräder
Habt Euch nicht so, die paar Windräder! Das sagen Städter
gerne zu Landbewohnern. Sie selber aber tragen die Be-
lastungen der Energiewende kein bisschen mit. Unsere
Autorin ist von Windmühlen umzingelt – und davon genervt.
Vorschlag: Aufs Brandenburger Tor passen mindestens
ein Windrad und zwei Minarette. Wie wär's?

Die Goldelse sollte auch leicht in ein Windrad umzubauen
sein, ebenso der Ostberliner Fernsehturm.

Heimar

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